Elmar Krajnc und John Feiner (Studiengang Internettechnik) luden zu einem Workshop mit einem für mich provokativen Titel: “Kopieren erwünscht. Copy & Paste, das didaktische Konzept der Zukunft?”
Erstaunlich schon der Beginn: Die ca. 20 TeilnehmerInnen des Workshops fanden auf Anhieb 17 positive Attribute und nur 11 negative für das Prinzip des Copy & Paste. Außerdem, so der Befund der Workshopleiter basierend auf einer kleinen Umfrage bei Praktikern, sei Copy & Paste heute ein must – woraus folge, dass der Umgang damit gelehrt werden muss, Copy & Paster Education daher unabdinglich sei.
In einem kleinen Beispiel (einem Webdesign, das wir als Themenfremde mit Copy & Paste von Codebausteinen bauen sollten) wurde schnell klar, dass für den wirksamen, sinnvollen Einsatz von Copy & Paste Voraussetzungen unbedingt gelten müssen:
- Welches Wissen wird vorausgesetzt?
- Wo bleibt die Kreativität?
- Wie gehe ich mit Quellen um?
- Wann ist etwas ein Plagiat?
- Ausreichendes Grundlagenwissen ist notwendig.
- Die Frage der Lizenz muss geklärt sein (open source und creative commons).
- Einsatz von Online Plagiate Finder – wie und mit welchen Konsequenzen?
Ganz wichtig erschien den Teilnehmern die Tatsache, dass Copy & Paste Education bei dem vorbildlichen Umgang der bzw. des Lehrenden beginnt.
