Konstruktivistisch lehren und lernen…

Ein Workshop mit Horst Siebert und meine Notizen dazu:

Konstruktivismus = Wirklichkeitswissenschaft (Watzlawick)

österreichische Wurzeln – Zufall?
Watzlawick, Glasersfeld, Förster
Literatur Musil – Der Mann ohne Eigenschaften mit konstruktivistischer Brille lesbar

Daten und Information = aussersubjektive Bestände
Wissen = subjektive Konstruktion im Kopf (Glasersfeld)

Luhmann: Gesellschaft ist Kommunikation – der Klimawandel ist erst manifest, wenn darüber kommuniziert wird
Luhmann: Kommunikation ist Missverständnis – erst wenn ich diese Tatsache akzeptiere, kann Kommunikation funktionieren

Autopoiesis: selbsttätiges System – was Siebert sagt und was wir hören ist nicht deckungsgleich – selbstreferenzielles System

sozialer Konstruktivismus – Abhängigkeiten vom System, von Kultur

  • Bewusstsein darüber (über ständige individuelle Konstruktion) macht vorsichtiger
  • und
  • das eigene Denken ist nicht steuerbar (???)

Veränderungen möglich?
Elisabeth Fattinger: Ich erweitere meine Regale im Kopf um neue Möglichkeiten

Emotionale Zumutbarkeit und Lernwiderstände:
Psychohygiene versteht zum Teil berechtigt Lernwiderstände als positiv

Sensorische Wahrnehmung hat auch konstruktiven Charakter (Kippbilder)
Farben sind nicht Qualitäten der Gegenstände, sondern Konstruktionen
Ökonomie ist lebensdienlich

Problem der Vereinsamung – Trend zur Vereinsamung
(konstruktivistisches Seminar im Tourismus – dort sieht man die Welt noch als Wahrheit)
>Der konstruktivistische Lehrer hält sich zurück – das liegt in der Natur der Sache<

Konstruktivismus: Relativierung des binären Codes!!!

Wir geben der Natur eine Ordnung – aber ob das die Ordnung der Natur ist, wissen wir nicht. Immanuel Kant und Skeptizismus

Varela: Wir leben in einer Welt, die wir mit anderen teilen müssen. Die Wirklichkeit ist nur vorhanden, wenn und indem wir sie mit anderen teilen. soziale Dimension des Konstruktivismus (gegen radikalen Individualismus)

Wissen ist Deutung – Schlüsselbegriffe (beinhalten Handlungsimplikationen) Glasersfeld

Exkurs Wittgenstein: Sprache rein lebenswirklich begreifen – Vorläufer Konstruktivismus

Sprache

Entwicklung von Begrifflichkeiten: kritische Pädagogik – reflexive Pädagogik – authentische Pädagogik — Kritik – Reflexion – Authentizität

Joachim Faulstich: Das heilende Bewusstsein

ungewollte Nebenwirkungen von Schule, von Pädagogik, von … -> Funktionstheorie: latente Funktionen

Begrifflichkeiten:
Definitionen auswendig lernen?? – dagegen: Schlüsselbegriffe verstehen und flexibel zu handhaben; Identifikation mit zentralen Begriffen

Gibt es überhaupt konstruktivistischen Methoden?
Instruktion -> Konstruktion
Methoden weg von Vermittlung zu Reflexion
dazu gehören biographische Methoden
Erfahrungen
Mindmaps – kognitive Landkarten – z.B. zu Beginn eines Seminars
Einblick in Wissens- und Deutungsstand
40 verschiedene Bilder von Afrika – Aufgabe danach: Strukturierung in vier, fünf Grundtypen – Reflexion über Verhalten und Handeln in verschiedenen Typen

Lerntagebücher
und verschiedene dann miteinander vergleichen

thematische Interviews
guided autobiography

open space – nach Einführungsvortrag organisieren sich Gruppen selbst

Vergewisserung der eigenen Wirklichkeitszugänge (reflexive Methoden)

Lernstile
einfache Lernstiltests zu Beginn eines Kurses

Metakognition

instructional design – darin konstruktivistische Methode: Vorträge konstruktivistisch aufbauen, sammeln und erst dann in Vortrag darauf beziehen

Grundlagen und Praxis:
Orientierung schaffen, Muster und Struktur anbieten, um selbstgesteuert lernen zu können
exemplarisch lernen auch

soziales Lernen

induktiv – deduktiv
abduktives Vorgehen?
dritter und verbindender Weg –> das geht auf Charles Sanders Peirce (1839–1914) zurück und wird auf wikipedia ganz gut erklärt.

Theorie – Praxis???

wissenschaftlich denken
lernen
Beispiel Verliebtheit – Hypothese, Bild – Falsifikation – Anpassung, Modifikation

Theorie – Praxis
Emotion – Kognition
Lernwiderstände
Grenzen konstruktivistischer Didaktik


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