My brother just presented me with a CVD, the 1998 recording by Wim Wenders: Buena Vista Social Club. He knows I like latin american music and watching this piece I do have to note something down: Ibrahim Ferrer says when introducing the (american) visitors to his home, something translated like this: “We are lucky, we Cubans. Really, somos buenos. If we would think about money, we wouldn’t be here anymore. Somos buenos, indeed.”
As far as I know (and have experienced) that is so much true and so simply uttered that I would kiss this film just because of that – if it wouldn’t have been for the music beforehand.
They, all those musicians in the film, transmit a feeling quite different from everything in an economical dominated world like Europe – and sadly enough we in this so called first world we have lost to notice this feeling, this authenticity far beside all reasoning and far beside all all the well argumented quest of having to achieve something named beforehand.
The Tag der offenen Tür at FH JOANNEUM made me experience something similar: A collegue took positive notice about the authenticity our students presented the degree program there, far different from last year, he stated. I didn’t notice so much difference. But maybe he still has a sense for authenticity and spontanious feelings – as long as they fit into his own reasoning and thinking, I might add.
Nach einem PRVS Steiermark Talk mit Christian Ammer zur Social Media Strategie von wien energie und energieleben schreibt schneeengel zurecht über Corporate Twitter und die Grenzen des persönlichen Einsatzes dafür: Wann fängt der Feierabend für diejenigen an, die sich um den Twitter-Account kümmern? Erst um ein Uhr Nachts? Oder schon um neun Uhr Abends? Er hat recht, der schneeengel, mit dieser Frage. Denn wenn ein Unternehmen wirklich anfängt zu twittern, sind damit unbedingte Regeln verbunden. Anstandsregeln persönlicher Kommunikation, die das Medium Twitter = das schnellste Kommunikationstool derzeit — siehe die Tiger Woods Story und Twitter z.B. hier, hier und bei Klaus Eck — noch weitaus unbedingter einfordert, als jede persönliche Kommunikation es (aus Gründen der Höflichkeit) könnte.
Was mich als PR-Mensch darüber hinaus interessiert: Wenn ich mich als Unternehmen dazu entscheide, zu twittern, muss ich etwas zu sagen haben und kommunizieren wollen. Und zwar mit einer Zielgruppe, die sich im Falle der wien energie von meinen Kunden doch wesentlich unterscheidet. Ich würde fast sagen: Wenn ich als wien energie twittere, rede ich mit einzelnen, nicht mit meinen Kunden oder einer Teilmenge davon. Das muss mir klar sein. Mit allen Konsequenzen. Diese einzelnen mögen Entscheider sein, nach allem, was man über Twitter-Nutzer weiß – aus PR-Sicht sind sie in Nicht-Krisen-Zeiten vor allem Individuen, die nicht nur hören wollen, sondern tatsächlich mit dem Unternehmen reden wollen könnten. Das heißt also auch: Wenn wien energie, wie Christian Ammer in seinen Bemerkungen zur kommunikativen Vorbereitung auf die Wien Wahlen nahe legte, den Twitter-Account auch darum pflegt, weil die vielen Twitter-Follower rasche Krisenkommunikation im Falle des Falles ermöglichen, dann zieht diese strategische Entscheidung Konsequenzen nach sich in vorher nicht gekanntem Ausmaß: Zielgruppen sind – schon allein an diesem Beispiel dargestellt – nicht mehr homogene Gruppen, sondern einzelne Individuen mit ungleich schwieriger auszumalenden Interessen, Werten, Einstellungen.
Die Konsequenzen für Planung, Strategie und Ziele der PR-Arbeit haben gestandene PR-Profis noch viel zu wenig bedacht.
… and about the things the normal user would like to go with any mobile phone naturally:
I am sitting here with earphones in my ear – listening to my favorite music – no need to tell what that would be – fact is: I am a single mother, living with my daughter. When I am not working I am with her – and I love it. No doubt. But since four years or so I can’t remember listening to my music as I used to: loud, without caring about anybody, not thinking if anybody else would like to listen what I like, without any questions to anwer… Being a mum means withdrawal and you don’t even notice it. That’s normal.
But now I have an iPhone with earphones. It was easy to load my music. And it feels good to hear it in my ears. To switch backward and forward. To repeat. To turn the volume on and to listen again and again. It recalls a feeling long lost in something even better. I- that is, my mind – have never missed it. But my body was longing for it all the time. Quietly. Without telling nobody. Today I know that my mind is part of my body: They both are coming home. – and they both notice that they have longed to.
With this iPhone: usefull, practical, easy to use for a no freak. With intuition. Maybe one tool for lots of applications. Sure for lots of feelings of rememberance.
Vormittlerweile ein paar Wochen thematisierte Heinz in seinem Blog die journalistische Haltung, in Referenz auf Christiane Schulzki-Haddouti. Die bringt die Frage nach der Haltung von Journalisten in Verbindung mit deren Abgrenzung von PR-Leuten, wo es doch heute auch Ausbildungsstätten für beide Berufsgruppen im selben Studiengang/Studium gibt. Auch ich arbeite an so einem.
Daher gehe ich jetzt noch einmal zu dem von Heinz, von Christiane Schulzki-Haddouti und von Jeff Darvis diskutierten Kompetenzprofil zurück und ich tue das aus der Perspektive der Public Relations – denn auffallend ist, die hier genannten Kompetenzen treffen tatsächlich auf beide Berufsgruppen zu:
Dass Journalismus ohne “Haltung” überhaupt nicht möglich ist, zeigt ein einfacher Vergleich von journalistischer und auf Public Relations ausgerichteter Arbeit. Beide greifen auf die fünf Kernkompetenzen gleichermaßen zurück. Es besteht überhaupt kein Unterschied. Gleichwohl müssen sich beide voneinander abgrenzen. Denn sonst ginge das Vertrauen der Rezipienten verloren. Und für diese Abgrenzung ist einzig und allein “Haltung” erforderlich.
Ich stimme der Diagnose vorbehaltlos zu, gehe aber in Bezug auf die Haltung noch ein bisschen weiter:
In der PR-Ethik sprechen wir von vier Verantwortlichkeiten, denen PR-Leute verpflichtet sind: der Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber oder Dienstgeber, der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Verantwortung gegenüber der Profession und, last but not least, der Verantwortung gegenüber sich selbst. Am schönsten, weil an der Praxis orientiert, ist das in dem Reader, den Patricia J. Parsons bei CIPR herausgebracht hat, zusammengefasst:
“Clearly, then, as a public relations practitioner, you have duties to yourself, your employer or client, your profession and to society as a whole. Juggling these duties can be a full-time job when trying to practise PR in an ethical manner”. Sie illustriert dieses Bild mit einem Jongleur, der versucht, vier unterschiedlich geformte Gegenstände im Gleichgewicht zu halten.
Was ich damit sagen will: Beides, sowohl das was Journalisten tun, als auch das was PR-Leute tun, hängt ganz wesentlich von ihrer Haltung ab. Beiden können heute, scheint es, ganz, ganz leicht ganz ohne Haltung überleben – in dem Fall interessiert mich aber weder, was ein solcher Journalist, noch ein solcher PR-Mensch tut. Warum so viele Leute ohne Haltung so großen Einfluss haben, ist eine andere Diskussion.
Die Haltung eines Journalisten unterscheided sich in meinem Verständnis von der Haltung eines PR-Menschen in der Gewichtung dieser vier Verantwortlichkeiten: Von einem Journalisten erwarte ich wesentlich größere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Dazu sollte er all sein Wissen, seine Fähigkeiten und sein Können einsetzen. Gerade an einem Studiengang wie dem meinen wird das, wie von Christiane Schulzki-Haddouti gefordert, direkt in einem ethischen Zusammenhang thematisiert. Diese Unterschiede gehören sicher noch viel besser herausgearbeitet. Denn das überlappende bis gleiche Kompetenzprofil lässt viel zu schnelle, einfache Schlüsse zu. Ich würde mich freuen, eine solche Diskussion weiter zu führen.
“Mei, du bist ja sowas von 2005″ hat mich kürzliche ein Kollege beschrieben, als ich ihm von meiner neuen Espressomaschine erzählte, die normale Bohnen, keine Tabs, Pads oder sowas verwendet.
Tja, fast 2005 ist es, wenn ich heute auf den fünften Harry Potter-Film verweise (erschienen 2007, mittlerweile ist auch Nr. 6 heraußen). Ich tue es, weil einige Protagonisten in diesem Film als Lehrer unbeschreiblich retro agieren und die Reaktion der Schüler darauf für vieles steht, was heute selbstverständlich passiert.
Dolores Umbridge, die von Zaubereiminister Cornelius Fudge als neue Lehrerin in Hogwarts engagiert wird, unterrichtet die Verteidigung gegen dunkle Künste ausschließlich in der Theorie. Sie referiert Lehrbücher, ohne den Schülern in der Praxis zu zeigen, geschweige denn sie üben zu lassen, wie die sich tatsächlich gegen dunkle Mächte verteidigen können.
Die Schüler reagieren und gründen heimlich “Dumbledores Armee”. Sie bringen sich selbst die mächtigsten Zaubersprüche bei und üben als Gruppe deren Ausübung. Sie riskieren ihre Gesundheit dabei, müssen mit der einen oder anderen Blessur leben und wachsen als Gruppe stärker zusammen. Im großen Showdown agieren sie auch als Gruppe und es stellt sich heraus, dass sie gute Arbeit in der Selbstorganisation ihres Lernen geleistet haben.
Für mich als Lehrende ist das ein gutes Beispiel, welcher Kraft wir eigentlich gegenüber stehen: Studierende haben ein Recht, auf der Höhe der Zeit und nach Maßgabe der eigenen Bedürfnisse lernen zu können. Wenn Lehrende diesen Anspruch missachten, ihre Lehrinhalte und -methoden dem Lauf der Zeit und moderner Kommunikationstechnologie nicht anpassen, sich keinem Austausch stellen, selbst nicht bereit sind mitzulernen, dann ist eine Reaktion unausweichlich. Im besten Falle beschränkt sie sich auf die Selbstorganisation des Lernens. Fortgesetzte Ignoranz kann aber auch zu drastischen Aktionen führen.
Den anhaltenden Protest österreichischer Studierender, die seit mittlerweile 41 Tagen das Audimax der Uni Wien besetzen, sehe ich auch vor dieser Folie.
“Lernen ist ein sozialer Prozess, und je mehr man miteinander kommuniziert, desto höhere Lerneffekte hat man. Bisher war dies durch die zeitversetzte Reaktion immer schwierig”, meint Ebner.
Das ist ein Zitat aus dem futurezone-Artikel über google wave, bei dem auch Martin Ebner (der auch in seinem e-learning Blog auf den Artikel verweist) als Experte für eLearning an der TU Graz interviewt wurde.
Prinzipiell schließe ich mich dieser Überzeugung an. In Verbindung mit einer heutigen Lehrerfahrung stellen sich mir allerdings einige Fragen:
Die Vorteile des sozialen Lernens mittels moderner kommunikationstechnologischer Tools möglichst gut auszunützen, bedeutet viel mehr als ein Umdenken in der Präsentation der Lehrinhalte. Dieses Umdenken steht ganz am Anfang, sicher, ist aber auch ohne Technologie ein Attribut des erfolgreichen Lehrers: Es beginnt damit, frontalen Vortrag in Diskussionen und Fragerunden aufzubrechen und dementsprechend aufzubauen.
Die Nutzung von Twitter und Social Networks in Lehrveranstaltungen, das heißt mit vorgegebenen Gruppen von Studierenden, bedarf darüber hinaus weit größerer und zeitaufwändigerer Vorbereitungen: Als Lehrender habe ich dafür Sorge zu tragen, dass die Studierenden, und zwar alle Studierenden, Zugang zu der oder den genutzten Kommunikationsplattformen haben und tatsächlich ihre jeweils individuellen Erfahrungen mit den Lehrinhalten darauf möglichst unkompliziert posten können. Diese Beiträge können eigene Bemerkungen, externe Links und multimediale Inhalte sein. All das sollte auch möglichst unkompliziert anzuwenden sein.
Die unkomplizierte Anwendung ist deswegen unbedingt erforderlich, weil sich eine LV in der Regel ja auch dadurch auszeichnet, dass Studierende mit neuen Sach- und Fachinhalten, neuen Theorien oder Theoriebausteinen, neuer Literatur usw. vertraut gemacht werden. Ihre Aufmerksamkeit sollte daher beim Thema, nicht bei der Kollaboration oder der Umsetzung dieser liegen.
Angesichts solcher Vorgaben frage ich mich, welche der Echtzeit-Kommunikationsplattformen am geeignetsten für die Simultan-Kollaboration in einer LV sind – und welche Voraussetzungen ein Lehrender dafür schaffen kann.
erscheint im eigentlichen Artikel als kleiner share-button, der es erlaubt, mit einem Klick auf unterschiedlichen Social Networks einen Hinweis auf den Artikel zu posten, mit einem vom Medium vorgegebenen Excerpt-Text – dieser macht nach allen Regeln der Kunst auf den Artikel neugierig – das allein wäre ja noch nicht aufregend.
Aber beim nächsten, der das macht, erscheint auch ein anderes Imagefoto für den gleichen Artikel. Könnte ja sein, dass in einer Gruppe mehrmals auf den gleichen Artikel verlinkt wird.
Was mich dabei gerade umtreibt, ist eine radikale Sichtweise:
Copy & Paste Didaktik gehört zum neuen Lehren genauso wie eLearning, davon gehe ich aus.
Ich folgere aus diesen Prämissen, dass sowohl Studierende als auch Lehrende angehalten sind, mit diesen Gegebenheiten umgehen zu lernen und sie in weiterer Folge kompetent einzusetzen. Zusätzlich zu fachspezifischen Grundlagentexten, die gekonntes Lesen erfordern, und Grundlagenfertigkeiten, die Übung auch und vor allem abseits des Copy & Paste oder eLearning erfordern.
Kommunikationsstudierende wie -lehrende haben es einfacher oder schwerer als andere: In ihrem Fall überlappt sich Fachspezifisches mit eLearning und Social Media. Da fällt gegenüber anderen Disziplinen vielleicht mengenmäßig etwas weg. Dafür ist die Versuchung viel größer, vollständig ins Copy & Paste zu verfallen, weil man ja schließlich alles, was irgendjemand schon mal gesagt und geschrieben hätte, im Internet finden könnte.
Das ist meiner Meinung nach ein Trugschluss. Bücher zu lesen und sich anhand der dort zu findenden durchgedachten und in sich stimmigen Gedankenwelten von Leuten, die sich Zeit dafür nahmen und nehmen, selbst Orientierung zu verschaffen, um dann von dort aus wieder weiter zu denken; mal ein theoretisches Gedankengebäude in seiner Tiefe zu durchschauen, um dann mit Teilen daraus etwas Neues, Anderes zu schaffen; oder auch vielleicht einfach mal über eine in büchern erschaffene Welt zu staunen – diese alte, jahrhunderte alte studentische Praxis macht das Studieren mindestens ebenso aus wie die neuen Prinzipien. Auch darauf sollten sich Lehrende und Studierende einstellen.